Mammographie

Die Mammographie ist eine spezielle Röntgendarstellung der weiblichen Brust. Beide Brüste werden jeweils in zwei standardisierten Ebenen (senkrecht von oben nach unten und schräg im 45° Winkel) abgebildet. Die einheitliche Durchführung der Untersuchung gewährleistet die Vergleichbarkeit der Bilder. Durch die digitale Speicherung können die mammographischen Aufnahmen über Jahre hinweg in gleichbleibender Qualität miteinander verglichen werden. Damit ist auch eine gute Verlaufsbeurteilung möglich.

Die erforderliche Kompression der Brust wird von den Frauen oft als unangenehm, manchmal sogar als schmerzhaft empfunden. Der Druck ist jedoch aus zwei Gründen notwendig. Einerseits wird so die optimale Qualität des Röntgenbildes gewährleistet. Die bestmögliche Abbildung der Brust ist die Basis für eine sichere ärztliche Diagnostik. Andererseits können wir die Strahlendosis durch die kurzzeitige Kompression so gering wie möglich halten.

Die Beurteilung der Mammographie erfolgt durch einen erfahrenen Radiologen, der seine spezielle Qualifikation in der Mammadiagnostik regelmäßig bei der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung nachweisen muss. Bei der Diagnose achtet der Arzt insbesondere auf kleinste Verkalkungen, Herdbefunde, Asymmetrien und Störungen des Brustgewebes. Besonders gut darstellbar ist in der Mammographie sogenannter Mikrokalk, der auf Umbauprozesse im Gewebe hindeuten und ein erstes Anzeichen für eine Erkrankung der Brust sein kann.

Die Früherkennung einer bösartigen Brusterkrankung verbessert die Heilungschancen erheblich. Die Mammographie ist nach wie vor das beste bildgebende Verfahren zur Brustkrebsvorsorge und zur Abklärung eines Brustkrebsverdachtes. Durch die kontrastreichen Aufnahmen können schon sehr kleine, noch nicht tastbare Tumore sichtbar gemacht werden. Diese Chance sollte man nutzen.

Wenn die Mammographie keinen eindeutigen Befund erbringt, ist gegebenenfalls eine weitere Abklärung erforderlich. Dies geschieht zum Beispiel durch eine erneute Mammographie nach einigen Monaten, eine ergänzende Ultraschalluntersuchung oder die Entnahme einer Gewebeprobe.

Die Sonographie / Ultraschalluntersuchung >> der Brust ist ein ergänzendes bildgebendes Verfahren, das ohne die Verwendung von Röntgenstrahlung arbeitet. Es erhöht die diagnostische Sicherheit in Zusammenhang mit den Röntgenbildern und wird zur weiteren Differenzierung von Befunden benutzt. Die Ultraschalluntersuchung kommt insbesondere dann zum Einsatz, wenn das Drüsengewebe der Brust sehr dicht ist und deshalb mit der Mammographie nur erschwert zu beurteilen ist. Auch bei der Beurteilung von Lymphknoten ist die sonographische Darstellung sehr hilfreich. Mikrokalzifikationen können damit aber nicht identifiziert werden.