Computertomographie

Die Computertomographie ist ein modernes Schnittbildverfahren, das einen detaillierten Einblick in den menschlichen Körper ermöglicht. Durch eine um den Körper kreisende Röntgenröhre entsteht eine Vielzahl von Messwerten, die im Computer zu zweidimensionalen Schnittbildern verarbeitet werden. Mit Hilfe weiterer Nachberechnungen erfolgt eine Rekonstruktion der Messdaten zu 3D Bildern.

Bei der computertomographischen Untersuchung wird der Patient auf einer fahrbaren Liege durch eine ringförmige Öffnung (Gantry) bewegt. Während der spiralförmigen Rotation der Röntgenröhre werden Bildinformationen erfasst, die eine exakte und überlagerungsfreie Darstellung des menschlichen Körpers ermöglichen. Durch die hohe Auflösung der dargestellten Organe und Körperstrukturen lassen sich krankhafte Veränderungen sehr gut erkennen. Die Untersuchung ist völlig schmerzfrei und dauert nur ein paar Minuten.

Um die bestmögliche Bildqualität zu gewährleisten, sollten Sie ruhig und entspannt liegen sowie die Anweisungen und Atemkommandos beachten.

Außer der Strahlenbelastung gibt es kein erkennbares Risiko bei der Computertomographie. Die Strahlenexposition beim CT ist zwar nicht extrem hoch, aber dennoch größer als beim konventionellen Röntgen. Durch den erheblich besseren diagnostischen Wert der Computertomographie kann die höhere Strahlenbelastung jedoch oft gerechtfertigt sein. Die Indikation wird stets von Ihrem Arzt festgestellt.

Je nach untersuchter Körperregion und Fragestellung ist die Injektion eines Kontrastmittels in die Armvene erforderlich. In diesem Fall müssen Sie nüchtern zur Untersuchung erscheinen. Funktionsstörungen der Nieren und der Schilddrüse können durch das Kontrastmittel verstärkt werden. Deshalb müssen wir wissen, wenn bei Ihnen eine Erkrankung der Nieren oder der Schilddrüse vorliegt. Daher werden vor der Untersuchung Ihre aktuellen Kreatinin- und TSH-basal Werte gebraucht. Die entsprechende Laborwerte sind bei uns vorzulegen, um sicherzustellen, dass keine Kontraindikationen bestehen. Sie sollten uns auch darüber informieren, wenn Sie an Diabetes leiden und metforminhaltige Medikamente einnehmen. Bei Diabetikern müssen vor der Gabe eines Kontrastmittels diese Medikamente kurzfristig abgesetzt werden. Bitte besprechen Sie diese Problematik rechtzeitig mit Ihrem Hausarzt. Natürlich sollten Sie uns vor der Untersuchung auch Bescheid geben, wenn bei Ihnen eine Kontrastmittelallergie bereits bekannt ist. Die verwendeten Kontrastmittel werden in der Regel gut vertragen. Ein Wärmegefühl, ein metallischer Geschmack und Harndrang sind möglich. Dies ist aber völlig harmlos und unbedenklich. Bei einer Überempfindlichkeit auf das Kontrastmittel kann es zu Brechreiz, Juckreiz und Hautausschlag kommen. Schwerwiegendere Reaktionen wie Kreislauf-, Leber-, Nieren- und / oder Nervenprobleme, die eine stationäre Behandlung erforderlich machen und gegebenenfalls zu bleibenden Schäden führen können, sind extrem selten. Wenn bei Ihnen eine Untersuchung mit Kontrastmittel gemacht wurde, sollten Sie anschließend viel trinken (Mineralwasser, Tee oder ähnliches), um die Kontrastmittelausscheidung zu beschleunigen.